Was sagt der Bankräuber zur hübschen Angestellten? »Das ist ein …«
… Überfallhase.
Finsterwalde. Oder Mumpf? Als Autor suchst du ständig Namen. Für Figuren. Für Straßen. Und für jene Orte, an denen alles beginnt oder alles endet. Ortsnamen sind selten zufällig. Sie tragen etwas in sich – einen Klang, der bleibt.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum deutsche Volksmärchen im »tiefen, dunklen Wald« spielen – aber nie in Finsterwalde?
Man stolpert über diesen Moment: Du brauchst einen Ortsnamen, der klingt. Der trägt. Der einen eigenen Schatten wirft. Nicht zu märchenhaft. Nicht zu ausgedacht. Aber eben auch keiner, der nach Gewerbegebiet Süd klingt. Und genau dort entstehen sie: Kummerswinkel. Lästergrund. Vergissmeinstein. Lummerland. Dunkelhügel.
Manche Namen bringen die Geschichte gleich mit. Was dort schiefläuft. Wer dort hofft. Wer flieht. Wer bleibt.
Andere bleiben einfach als Echo hängen. Mumpf. Den Ort gibt es wirklich. In der Schweiz. Ich war dort. War … ruhig.
Manche dieser Notizen enden nicht hier.
Sie gehen weiter – in meinen Büchern.