Ein deutscher Autor
in der Toskana
Vom deutschen Büro in die toskanische Schreibstube. Ich saß in einem dieser tristen Büros, in denen selbst die Luft keine Lust mehr hatte.
Acht Stunden täglich Monotonie. Excel. Gespräche ohne Gewicht. Irgendwann war alles gedämpft – der Kopf, das Herz, der Rest.
Dann bin ich gegangen. Nicht aus Mut, sondern aus Müdigkeit. Ohne Plan B, aber mit dem Gefühl, dass da noch etwas ist.
Ich bin in der Toskana gelandet – zwischen alten Mauern, Olivenhainen und etwas, das ich fast vergessen hatte: Sprache.
Heute schreibe ich. Nicht, weil ich mich für einen großen Autor halte, sondern weil da Sätze sind, die heraus wollen.
Mal als Buch.
Mal als kleine Notiz zwischen Leipzig und Florenz.
Mal als Wochen-Ciao aus der Toskana.
Und fast immer geht es ums Ankommen.
Nicht in einem Land – sondern bei sich selbst.
Für alle, die unterwegs sind.
In Ländern. In Gedanken. Im eigenen Leben.