Ciao amici.

sono Raphael Hardenberg.

Man sagt über mich, ich sei – angeblich – inmitten »meiner besten Jahre«, doch niemand hat mir gesagt, woran man das erkennt. Vielleicht an dem Krachen in den Gelenken? Das Leben als Muttersöhnchen und Katzenpapa ist ein recht verwahrlostes Abenteuer zwischen Katzenklo, Espressotasse und gelegentlichen Sinnkrisen. Dabei habe ich mehr gelernt als in jedem offiziellen Lehrplan: zum Beispiel, dass man im Zweifel immer zuerst auf die Frauen und dann auf die Katze hört – und auf das eigene Bauchgefühl, solange es nach Pasta verlangt.

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"Das Glück deines Lebens hängt von der
Beschaffenheit deiner Gedanken ab."
Marcus Aurelius

Ich glaube fest daran, dass Italien immer die Antwort ist – auch wenn die Frage eine andere war. Einen Großteil meines Lebens habe ich mit Büchern, Espresso und der stillen Missbilligung eines Katers verbracht, der sich selbst für den wahren Hausherrn hält.

In den 90ern schlug mein Herz für das Kino – als Kinomanager, Filmfan und gelegentlicher Theaterdramatiker. Meine umfassende Filmkenntnis ist außerhalb von Quizshows zwar weitgehend nutzlos, aber immerhin weiß ich dank eines Studiums, das niemand so recht ernst nimmt, dass Rotwein nicht in den Kühlschrank gehört.

Ich lebe irgendwo zwischen Leipzig und Florenz – zusammen mit einem Basilikumtopf namens Luigi, alten Erinnerungen und einer ungebrochenen Liebe zu guten Geschichten. Ich glaube nicht an das perfekte Leben – aber an perfekte Momente. Ob ich ein Poet bin oder doch eher ein Prolet, darfst du gern selbst entscheiden.

Und warum ich schreibe? Weil Schreiben für mich Denken in seiner schönsten Form ist. Beim Schreiben sortiere ich nicht nur Worte, sondern auch Gedanken. Ich philosophiere über das, was mich bewegt – manchmal leise, manchmal laut, manchmal mit einem Augenzwinkern. In Geschichten darf ich alles sein, was ich im echten Leben nicht immer bin: mutiger, verletzlicher, spöttischer oder verspielter.

Schreiben ist meine Art, die Welt zu entdecken – neugierig, respektvoll und mit der Bereitschaft, hinter die Fassade zu blicken. Es ist ein Spiel mit Sprache, bei dem ich gerne auch mal über die Linie hinaus jongliere. Ich streife meine gute Erziehung wie eine zu enge Haut ab und taste mich durchs Dickicht der Möglichkeiten, bis sich ein neuer, erzählenswerter Pfad zeigt.

Mehrmals im Jahr zieht es mich nach Italien – zu alten Freunden, vertrauten Plätzen und neuen Geschichten. Das Leben ist ein ungeschriebener Roman, und ich arbeite noch immer an meinem nächsten Kapitel. Wenn du Lust hast, dich mit mir durch die Seiten zu blättern: Willkommen!

Übrigens: Unsere Liebe zur Natur findest du auf marirosa.de – einem Herzensprojekt für toskanische Naturprodukte, das ich gemeinsam mit Sabina gegründet habe.

  • »Spartacus – Von Austern und Schnecken«, 1993
  • »Der Western – Ideologie einer Nation?«, 1993
  • »Einsame Seelen, verlorene Träume«, 1994, Kurzgeschichte inspiriert von Edward Hoppers Gemälde »The Nighthawks«
  • »100 Momente aus 100 Jahren Film«, 1995
  • »Die Gefahr des Sehens: Splatter«, 1995
  • »Die ungewöhnlichen Umstände, die zu meiner Hinrichtung führten«, 1996, Kurzkrimi
  • »Der Projektor: Eine kurze Gebrauchsanweisung«, 1996
  • „Der Bluff«, 1997, Kurzkrimi
  • »Backwoods – Üble Klischees und Vorurteile«, 1997
  • »David Lynch: Gedanken zur Arbeit eines außergewöhnlichen Regisseurs«, 1998
  • »Männer, Frauen & Hunde«, 1998, Bühnenstück

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